"Wir waren stets zu dritt: du, ich und die Frage:
Was wird als nächstes passieren?"

Hier finden Sie eine Übersicht über mein Schaffen als Autor. Ich schreibe hauptsächlich Theaterstücke (nebenbei habe ich mit ein paar Kurzgeschichten begonnen, aber die werden leider noch ein Weilchen brauchen).

und tot bist du

Komödie

Marc und Liz, beide um die vierzig, sind verheiratet. Sie ist eine erfolgreiche Anwältin, er ein weniger erfolgreicher Fernsehregisseur. Er will sein Leben künftig höherer Kunst und jüngeren Damen widmen, bedarf dazu allerdings ihres Vermögens, sie wiederum hat die Schnauze voll von ihm und seinen Frauengeschichten, gönnt ihm aber unter keinen Umständen die Scheidung.
Folgerichtig planen beide, den jeweils anderen aus dem Weg zu schaffen, pikanterweise am selben Tag. Er will sie erschießen und ihre Leiche in einem See versenken, sie hat ein Nervengift aufgetrieben, das etwa eine Stunde nach Verabreichung einen Hirnschlag auslöst.
Am Abend treffen beide schließlich zu Hause aufeinander. Nachdem sie es geschafft hat, ihm das Gift in einem Drink unterzujubeln, und er diesen endlich getrunken hat, zieht er plötzlich seine Pistole. Sie versucht nun ihn irgendwie daran zu hindern, einfach so abzudrücken, also erzählt sie ihm von dem Gift. Und er wiederum nutzt seine einzige Chance: um sicherzustellen, daß sie die Suche nach einem Gegenmittel wirklich unterstützt, zwingt er sie mit vorgehaltener Waffe, das Gift ebenfalls zu schlucken.
Dann haben beide also noch eine Stunde zu leben, eine Stunde, die sie zusammen mit ihrem Opfer... oder vielmehr ihrem potentiellen Täter verbringen dürfen.

Anfangs scheint die gemeinsame Suche nach Rettung sie tatsächlich zu so etwas wie Komplizen zu machen. Aber dann reißen die alten Gräben wieder auf, zermürben dabei nicht nur den brüchigen Waffenstillstand, und während immer undurchsichtiger wird, wer hier welches falsche Spiel treibt, rückt das Ende stetig und unbeirrbar näher.

Die Pistole ist ja schließlich auch noch geladen.

Jürgen Heimüller packt seine zwei mörderischen Protagonisten und schmeißt sie in ihr eigenes Haifischbecken, um ihnen dann genüßlich beim Herumstrampeln zuzusehen. Was von der Anlage her eher als Stoff für eine Tragödie taugte, spitzt sich im wortgewaltigen Schlagabtausch dieser beiden Alpha-Tiere zu einer aberwitzigen Groteske zu, zu einem Parforce-Ritt mit Zeitbombenfinale. Und während sie selbst im Moment ihres Untergangs noch zwanghaft versuchen, vor sich selbst wie dem anderen Stärke zu demonstrieren, gestatten sie dem Zuschauer einen erfrischenden Blick in menschliche Abgründe.

Komödie 1D / 1H, frei zur Uraufführung


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Der höchste Besuch

Komödie

Was wäre, wenn es Gott tatsächlich gäbe, und er in der heutigen durchtechnisierten und atemlosen Zeit plötzlich neben einem stünde?

Joe, ein selbstverliebter Karrierehengst, der sein Leben im Griff zu haben glaubt, begegnet eines Tages im Park einem etwas abgerissenen, älteren Herrn, der von sich behauptet, Gott zu sein. Joes anfängliche Ablehnung schwindet, nachdem ihm jener Herr auf seltsame Art das Leben rettet und auch durchblicken läßt, über Joes geheime Träume bestens Bescheid zu wissen. Als Dank nimmt Joe ihn mit nach Hause, wo seine Freundin Ella und ihr Arbeitskollege Tom gerade dabei sind, Ellas Sachen zu packen, weil sie von Joes Seitensprüngen die Nase voll hat. Doch seltsamerweise gleichen sich dieser Tom und jener ältere Herr wie ein Ei dem anderen, und Joe muß hilflos zusehen, wie sein bereits ramponiertes Weltbild immer mehr in Stücke fällt. Und auch Ella bleibt nicht von ‚höheren Besuchen’ verschont, und so machen beide sich durch einen Dschungel von Irrungen und Verwicklungen auf die Jagd nach der Wahrheit.

Komödie 1D / 2H


Premiere am 20.05.2006 – Landesbühne Oberfranken

Alexander Wahl schrieb in der Premierenkritik in den Nordbayrischen Nachrichten:
"Der Autor ist dabei der Magier, der einzige, der die Fäden in der Hand hält und Geschichten miteinander verknüpft, wie man es in diesem Stück an mehr als nur einer Stelle nicht mehr für möglich gehalten hätte. [...] Man folgt ihm gebannt auf seinem Weg, am Ende doch alles zusammenzubringen, es einmünden zu lassen in die eine, die große Geschichte. Es ist eine große positive Überraschung, ein faszinierender Theaterabend, der da bemerkenswert unkitschig endet."


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Die Bettleroper

Musical von John Gay – in textlicher und musikalischer Neubearbeitung

In seiner Neufassung hat Jürgen Heimüller auf das Original der „Bettleroper“ von John Gay aus dem Jahr 1728 zurückgegriffen und sie in eine zeitgemäße, temporeiche Komödie verwandelt. Die Geschichte und auch die bekannten Protagonisten entsprechen der Vorlage, jedoch hat Heimüller die Beziehungen der Figuren, sowie viele Details der Handlung neu verwoben. Auch hat er einige Charaktere hinzugefügt oder neu gestaltet, so daß aus der barocken „Bettleroper“ ein facettenreiches, komisches, wie auch tiefgründiges Musical wird.


Musikalisch hat Heimüller außer auf Swing und Chanson vor allem auf Zigeunerjazz gesetzt, der mit seiner unbekümmerten Lebensfreude die Welt der Bettler und Ganoven ideal widerspiegelt. Rasante Rhythmen und schalkhafte Melodien von Klarinette und Cello stehen dramatischen Balladen reizvoll gegenüber. Natürlich haben Heimüller und sein Co-Texter Rolf Böhm sich die eine oder andere Anspielung auf Brechts Dreigroschenoper nicht verkneifen können, ganz nach dem Motto: „Erst kommt das Fressen, dann kommt der Choral.“

Musical 7D / 6H, dazu eine Band aus 3-5 Musikern
Weitere Informationen finden Sie hier.


Premiere am 29.07.2005 – Landesbühne Oberfranken

Gero von Billerbeck schrieb im Nordbayerischen Kurier: „Das erfrischend unbarocke, gegenwartsnahe Werk... hat das Zeug zu einem Dauerbrenner!“


Songs aus der Bettleroper


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